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Seit gestern ist eine gemeinsame Landing Page von BMG, BZgA, PEI und RKI zum Thema Masernschutzgesetz (MSG) geschaltet.
https://www.masernschutz.de/
Neben Antworten zu häufigen Fragen zur Masern-Erkrankung, Masern-Impfung und zu rechtlichen Aspekten des Gesetzes sind dort auch Merkblätter zum Ausdrucken (für med. Fachpersonal, Leitung von Einrichtungen, Beschäftigte usw.) bereit gestellt.

 

Am 1. März 2020 tritt das Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (Masernschutzgesetz) in Kraft. Das Gesetz sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder eine Kindertageseinrichtung einen ausreichenden Impfschutz oder eine Immunität gegen Masern nachweisen müssen. Gleiches gilt für nach 1970 geborene Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind wie Erzieher, Lehrer, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal. Auch Asylbewerber und Flüchtlinge müssen den Impfschutz vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft
aufweisen. Alle Personen, die am 1. März 2020 bereits in den betroffenen Einrichtungen betreut werden oder tätig sind, müssen bis zum 31. Juli 2021 einen Nachweis vorlegen.
Mit der Verpflichtung, einen Masernimpfschutz nachzuweisen, soll der Impfschutz dort erhöht werden, wo eine Masernübertragung sehr schnell stattfinden kann, wenn nicht genügend Personen gegen Masern immun sind. Vor allem sollen die Personen geschützt werden, die nicht selbst gegen Masern geimpft werden können, z.B. weil sie schwanger sind oder ein sehr schwaches Immunsystem haben. Sie sind darauf angewiesen, dass sich andere solidarisch verhalten und sich impfen lassen. Denn Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten beim Menschen. Gerade bei Kindern unter fünf Jahren und Erwachsenen können Masern zu schweren Komplikationen führen.
Die konkrete Umsetzung des Masernschutzgesetzes hat zu zahlreichen Fragen geführt, die das Bundesministerium für Gesundheit tagtäglich von Trägern von
Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Verbänden erreichen. Zur Unterstützung der vom Masernschutzgesetz betroffenen Einrichtungen hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Paul-Ehrlich-Institut und dem Robert Koch-Institut eine Internetseite rund um das Masernschutzgesetz erstellt.
Unter www.masernschutz.de sind Informationen für Eltern, Beschäftigte in den betroffenen Einrichtungen sowie Leitungen und Ärzteschaft verfügbar.
Dort finden Sie neben dem Gesetzestext auch zahlreiche Merkblätter und praktische Informationen zur Umsetzung des Masernschutzgesetzes für Eltern, Beschäftigte und Leitungen wie beispielsweise Hinweise zur Impfausweiskontrolle. Diese können ausgedruckt und an Betroffene verteilt werden. Die auf der Internetseite befindlichen Informationen werden kontinuierlich aktualisiert und ergänzt. Zudem besteht über ein Kontaktformular die Möglichkeit Fragen oder Anregungen zum Inhalt zu übermitteln.

BMG-Info 26.02.2020, Referat 322 - "Infektionskrankheiten, Antimikrobielle Resistenzen, Hygiene, Impfen"
Bundesministerium für Gesundheit