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Christian Drosten ist neuer Leiter des Instituts für Virologie der Berliner Charité und Direktor des Fachbereichs Virologie bei der Labor Berlin GmbH. Das teilte die Charité am Mittwoch in Berlin mit. Gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut und weiteren Berliner Institutionen soll demnach künftig die Virusforschung und die laborbasierte Epidemiologie am Standort Berlin ausgebaut werden. "Um auf Epidemien oder Pandemien vorbereitet zu sein, ist es notwendig, die öffentlichen Labore mit neuesten Methoden aus der Grundlagenforschung auszustatten", erklärte Drosten. Langfristiges Ziel sei es, die Entstehung von Epidemien zu verstehen und bedrohliche Viren bereits anhand von Labordaten zu erkennen.
Der aus dem Emsland stammede Drosten studierte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt Humanmedizin und promovierte anschließend am dortigen Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie. Später folgte die Weiterbildung zum Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Hier etablierte Drosten ein Forschungsprogramm zur Diagnostik tropischer Viruskrankheiten und war maßgeblich an der Entdeckung des SARS-Virus beteiligt. Von 2007 bis Anfang 2017 leitete Drosten als Gründungsdirektor das Institut für Virologie am Universitätsklinikum Bonn.